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Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, Systemtherapie

Unendliche Möglichkeiten

Ich interessiere mich gezielt für sich gegensätzliche Ansätze und Prinzipien in der Therapie, da ich überzeugt bin, dass jedes Einzelne seinen Platz hat und richtig angewandt sehr nützlich sein kann, sie sich also ganz nach Ken Wilbers integraler Theorie der Psychotherapie viel eher ergänzen als ausschließen. Es ist mir wichtig einen breiten Überblick zu haben, statt religionsartig an einer Arbeitsweise festzuhalten. Denn es ist doch so, dass verschiedene Ansätze für verschiedene Menschen verschieden gut sind. Da gibt es die PragmatikerInnen, welche bereit sind ihr Handeln und ihre Tages- und Gedankenstrukturen mit Hilfe der Verhaltenstherapie zu verändern, aber nicht unbedingt an familiären Konstellationen oder Körperarbeit interessiert sind. Da gibt es die gestressten, aber feinfühligen Seelen, die das Bedürfnis haben wieder mehr mit ihrem Körper in Kontakt zu kommen und da gibt es die Menschen, die aus Familien mit unglaublichen Schicksalsschlägen kommen, die sich selbst von ihrem biographischen Hintergrund entwirren möchten, um selbstbestimmter leben zu können - um nur einige Beispiele für verschiede Perspektiven zu nennen, die unterschiedliche Herangehensweisen erfordern.

Da die Psychotherapie irgendwann festgestellt hat, dass scheinbar gegensätzliche Ansätze alle wirken, weil Geist, Körper und Seele eine Einheit bilden, haben sie ihre Streitereien weitgehend beigelegt. Seitdem findet man immer wieder überschneidende Prinzipien in den heutigen Lehrgängen. So setzt die heutige Verhaltenstherapie auch auf Grundsätze der Gesprächstherapie, Achtsamkeit und auf andere ehemals als reformierend geltende Gedanken und Methoden. Das erlaubt einem mit wenigen Lehrgängen ein breites Spektrum abzudecken, was durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen natürlich weiter vertieft werden kann und sollte.

Bisher habe ich psychotherapeutische Fortbildungen absolviert in:

- Tiefenpsychologie und Entwicklungslehre
- Verhaltenstherapie, 3. Welle, mit übergreifenden Ansätzen u.a. von Gesprächs- und Beziehungsgestaltung, Schematherapie und Acceptance and Commitment Therapy (ACT)
- Gezieltes Methodentraining für die unterschiedlichen psychischen Leiden
- Systemischer Ansatz zu Krankheiten im Familiensystem, Auflösung von Verstrickungen durch Familienskulptur und Genogramm
- Körperorientierte Traumatherapie mit Ansatz des SE, sowie mit schonenden und imaginativen Methoden
- Als studierte Künstlerin und Kunstpädagogin nutze ich meine umfassenden Erfahrungen um auch über die Kunsttherapie den Dialog und die Öffnung in der Therapie herzustellen. Das hat sich z.B in der Schmerztherapie sehr bewährt.


Die Traumatherpie und Kunsttherapie können größtenteis dem gestalttherapeutischen Ansatz zugeordnet werden, wo es v.a. um den dynamischen und kreativen Prozess eines Menschen im Sinne seiner Potentialentfaltung geht.

Der systemische Ansatz beleuchtet dagegen die Einbindung des Menschen und seine Rollen im sozialen Gefüge. Nun schaut die Verhaltenstherapie eher pragmatisch, wie man sein Verhalten umlernen kann, um in dieser Umgebung besser zu Recht zu kommen.

Die Tiefenpsychologie arbeitet dagegen eher aufdeckend im Sinne der Psychoanalyse. Hier geht es darum unbewusste Konflikte bewusst zu machen, um die blockierte Energie ins fließen zu bringen und damit das Symptom zu lindern, anstatt es durch umzukonditionieren ggf. nur zu verschieben.


Alle Ansätze halte ich, wie gesagt, für sinnvoll und nützlich in ihrem Rahmen. Ich lese auch für mein Leben gerne Bücher von und über erfahrene und namenhafte Therapeuten, von denen ich im Leben, wie in der Praxis gleichermaßen profitiere. Dennoch werde ich sicher niemals das breite Spektrum der heutigen Therapiemöglichkeiten jemals abdecken und das ist auch garnicht notwendig. Wenn Sie sich für Therapierichtungen interessieren oder noch das passende für sich suchen, können Sie sich gerne hier informieren und auch gleich passende Therapeuten finden. Letzten Endes ist das wirklich wichtige in der Therapie nicht allein die Methodik, sondern die menschliche Beziehung und dass es sich stimmig und nützlich anfühlt miteinander zu arbeiten.


https://www.therapie.de/psyche/info/index/therapie/einleitung/

https://www.karger.com/Article/FullText/500697